Chronik

By admin

Wüstfeld wurde erstmals im Jahre 1387 als „Wostenfelde“ erwähnt. Die Gründung dieses Örtchens fand wahrscheinlich zwischen 400-800 n. Chr. statt. Wüstfeld wurde zuerst als hersfeldisches Lehen, dann hessisches Lehen und dann dem Lehen von Romrod zugeteilt. Um 800 n. Chr. gehörte Wüstfeld dann zu „Lengesfeld in Thuringia“ dem heutigen Schenkllengsfeld. 1971/1972 entwickelte sich dann die Großgemeinde Schenklengsfeld aus den folgenden Ortsteilen: Dinkelrode, Erdmannrode, Hilmes, Konrode, Landershausen, Malkomes, Oberlengsfeld, Schenklengsfeld, Schenksolz, Unterweisenborn, Wehrshausen, Wippershain … Zu dieser feinen Gemeinde gehört heute auch das kleine Wüstfeld. Das schöne Örtchen verfügt heute über:

  • ca. 295 Einwohner
  • einen Wasserturm
  • einen Glockenturm
  • DGH mit Wäscherei, Mangel und Gefrierhaus
  • Freiwillige Feuerwehr Wüstfeld
  • Gymnasitk- und Sportverein Wüstfeld
  • Singfrauen
  • … und nicht zu vergessen die Kirmesburschen Wüstfeld

Die Kirmesburschen entwickelten sich dann wie folgt:

Begonnen hat alles mit einer kleinen Kneipe, an der ein großer Saal angebaut wurde. Der Standort des Saales war neben dem Wasserturm im Buchenweg (linker Hand aus Dorfrichtung). Dieser Saal musste dann natürlich auch von der damaligen Jugend, am 1. Wochenende im Juni 19??, eingeweiht werden. Zu bekannten Liedern wurde der Zerrwanzt geschwungen, die Mädels tanzten auf den Tischen und brachten die Stimmung auf den Höhepunkt. Dies ging dann Jahr für Jahr so weiter, bis Ende 1967. Dann wurde der Saal geschlossen. Das hatte den Kirmesburschen und –mädchen natürlich überhaupt nicht gepasst, und sie kamen auf die glorreiche Idee ein Zelt aufzustellen. Der Standort dieses Zeltes war „Deiseroths Wies“ (Richtung Kervett ebenfalls im Buchenweg), doch der Ausschank wurde immer noch von dem Inhaber des ehemaligen Saales betrieben.

1969 bekamen sie dann Problem mit dem Besitzer der Wiese. Von da an, nahm der ehemalige Kneipenwirt „Jackson“ (heute Dorfschänke) den Ausschank in die Hand und ließ das Zelt von den Kirmesburschen und –mädchen auf „Ale Wies“ (heutiges Neubaugebiet auch Legoland genannt; Ortsausgang Richtung Erdmannrode; linker Hand) stellen.

Ein Jahr später bis einschließlich 1984 nahmen dann die Kirmesburschen und –mädchen nicht nur die Organisation sondern auch den Ausschank in die Hand. Der Standort jedoch blieb.

1985 zogen sie mit ihrem Zelt an die „Holle“ (Hohle). Dort wurde die Kirmes dann zweimal gefeiert.

1987-1989 blieben sie nicht weit entfernt vom Ortseingang und zogen auf „Jerres Wies“ (3. Wiese linker Hand aus Richtung Wippershain). Dort aber hatten die Wüstfelder nicht sehr viel Glück, denn bekanntlich regnet es ja immer auf deren Kirmes. So mussten sie alle ihre Kräfte zusammenraufen und Gräben buddeln, dass das Wasser nicht in der Wiese stehen blieb.

Diese Schlammschlacht ließen sie sich aber nicht lange gefallen und wieder stand ein Standortwechsel bevor. Das Zelt zog an die andere Seite der Ortschaft.

1991 hatten sie dann ganz die Faxen dick und stellten ihr Zelt wieder auf, „Ale Wies“ (heutiges Neubaugebiet). Dort blieb die Kirmes aber wieder nur ein Jahr, bis den schlauen Wüstfeldern dann der Bolzplatz einfiel. Wo der ist, wisst Ihr ja alle, denn wer das liest, war bestimmt in den letzten paar Jahren schon auf der Traditionskirmes.

1997 stand der Gemeinde Feuerwehrtag vor der Tür. Die Feuerwehrkameraden und die Kirmesburschen und –mädchen Wüstfeld rauften sich zusammen, um das Kind zu organisieren und zu schaukeln. Die Wettkämpfe fanden auf den Wiesen in der „Holle“ statt.

Ein Jahr später, 1998, feierte Wüstfeld dann das 30-jährige Bestehen der Kirmes. ZELTKIRMES wohlgemerkt!!!

Das 35.-jährige Jubiläum fand in 2003 statt. Es wurde ein Ehemaligentreffen (aller EX-Kirmesburschen und –mädchen) arrangiert. Ganz Wüstfeld war auf den Beinen und der „Bayrische Abend“ (Fronleichnam) war ein voller Erfolg.

Das Kirmesjahr 2005 endete nicht so berauschend für die Wüstfelder, weil sie von heute auf morgen vor dem nichts standen und die Kirmes 2006 in großer Gefahr war.

Es musste aber weitergehen und zwar von „Null auf Hundert“. So organisierten sie, ganz kurzfristig, eine Adventsfeier am 10. Dezember 2005. Es war ein wirklich gelungener Abend. Ein besonderer Dank an dieser Stelle an Marlene und Charly, die uns Ihre bewährte Mähdrescher-Halle zur Verfügung stellten. Ebenso einen riesen Dank an die Wüstfelder, alle Gäste, Gönner und Kirmes-Retter.

Am 4. März 2006, ermöglichte es dann noch der GSV Wüstfeld, dass die Kirmesburschen das Hutzelfeuer ausrichten konnten, auch an dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank.

Die Kirmes 2006 war somit gerettet – die Notsituation war überstanden.

Im Jahr 2008 und stand ein Jubiläum vor der Tür. 40 JAHRE ZELTKIRMES. Unglaublich,
dass es ein kleines Dörfchen und dessen großartige Einwohner, es immer wieder geschafft
haben solch einen Akt auf die Beine zu stellen. WÜSTFELDER/INNEN Ihr seid einfach geil!
DANKESCHÖN an alle, welche den Dorfabend zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht
haben mit grandiosen Auftritten zum Kirmesgeburtstag.

Das Ende des Kirmesjahres 2011 wurden von den Kirmesbuschen/-und mädchen versüßt von
mehreren Veranstaltungen: Adventsfeier in der Mähdrescherhalle von „Hahns“, Apré Ski
Party am Sportplatz und so weiter und sofort…

2012 war dank euch wieder ein tolles Jahr; ob auf der Kirmes oder der Adventsfeier.

Heute schreiben wir das Jahr 2013. Unsere Vorbereitungen laufen, das Programm für die 45. Zeltkirmes Wüstfeld steht und wir hoffen, dass wir wieder mit euch feiern können bis uns hören und sehen vergeht!

 

 

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von Selina Eiche, Philipp Schneller
aktualisiert im März 2013